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Die Top-Themen in MESSAGE 3-2008:
Kungelei im Hinterzimmer
Deutschland:
Sie heißen »Gelbe Karte«, »Wohnzimmerkreis« oder »Das Ohr«: Geheime Zirkel, in denen sich Journalisten regelmäßig mit Politikern treffen. Die ausgetauschten Informationen sind vertraulich und nicht zur Veröffentlichung bestimmt. Message gibt Einblicke in die Berliner Hinterzimmer-Szene.
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Schweden:
Ein bekannter TV-Kommentator schloss einen Geheimdeal mit dem Ministerpräsidenten: Er durfte regelmäßig Interviews mit ihm führen, diese aber erst nach seiner Amtszeit veröffentlichen. Als der Deal aufflog, wurde es für den Journalisten eng.
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Schleichwerbung
Internet:
Spiegel Online jubelt einen firmeninternen Gesangswettbewerb bei VW hoch, Welt Online gibt PR des Prozessorherstellers Intel als redaktionellen Beitrag aus, stern.de präsentiert seltsame Gesundheitstipps: Selbst renommierte Medien vermischen im Web schamlos Werbung und Redaktionelles. Und der Presserat schaut den Schleichwerbern hilflos zu.
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Informantenschutz
Tibet:
Aus Chinas abgeschotteten Regionen können westliche Journalisten nur dank einheimischer Helfer berichten. Für diese endet ihr Engagement zuweilen mit Gefängnis und Folter. Ein Tibet-Experte kritisiert in Message die rücksichtslose Jagd nach authentischem Material auf Kosten der Informanten.
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Investigative Recherche
Doping im Radsport I:
Für ihre Enthüllungen über Doping im Team Telekom bekamen die Sportredakteure des Spiegel den Henri-Nannen-Preis. Die Rechercheure Udo Ludwig und Matthias Geyer sprechen im Message-Interview über Informanten, Scheckbuchjournalismus, Anzeigenentzug und scharfen Wind aus den eigenen Reihen.
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Doping im Radsport II:
Nicht alle sind mit dem Henri-Nannen-Preis für den Spiegel einverstanden. Ein Informant von damals spricht von verbogenen Zitaten, falschen Bildunterschriften und dubiosen eidesstattlichen Versicherungen.
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Die Beiträge als PDF (900 kb).
Forschung
Deutscher Presserat:
Erstmals zeigt eine repräsentative Studie, was Journalisten von ihrem Selbstkontrollorgan halten. Die Mehrheit ist unzufrieden und meint: Der Presserat sollte schwarze Schafe viel härter bestrafen dürfen, etwa mit Geldbußen – und er müsste transparenter werden.
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