Message – Internationale Zeitschrift für Journalismus

Specials

Illustration: Vincent Burmeister

Recherche und Medienethik #nr15 Spezial

Rückblick auf die Jahreskonferenz von Netzwerk Recherche 2015 sowie Hintergründe zu den dort... Weiter

    Blog

    Audio | Rechtsextremismus

    #nr15 Spezial Rechtsextreme Frauen: Die unterschätzte Gefahr (20. August 2015)

    Frauen bekennen sich immer offener zur rechten Szene. / Foto: Michaela/flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

    Beate Zschäpe ist das wahrscheinlich bekannteste weibliche Gesicht in der rechtsextremen Szene. Spätestens seit ihrem Mitwirken in der Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)“ sollte die Gefahr, die auch Frauen im rechtsextremen Milieu darstellen, bekannt sein. Doch sie werden immer noch als bloße Mitläuferinnen wahrgenommen. Während die Medien über Erscheinungsbild und Beziehungsleben spekulieren, ziehen rechtsextreme Frauen im Hintergrund die Strippen. Sie halten menschenverachtende Reden, übernehmen politische Mandate und verbreiten ein rassistisches Weltbild. Dabei bleiben sie häufig unerkannt.von Josefa Raschendorfer und Larissa Robitzsch
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    Audio | International

    #nr15 Spezial Unverzichtbar – aber ohne Rückendeckung? (17. August 2015)

    Nadine Mierdorf

    Stringer sind die Strippenzieher der Auslandsjournalisten: Die lokalen Mitarbeiter ausländischer Medienvertreter stellen Kontakte zu Einheimischen her, übersetzen und recherchieren. Ohne sie geht es – insbesondere in Krisengebieten – nicht. Doch ihr Einsatz stellt häufig ein persönliches Risiko dar, abgesichert sind die Freiberufler durch deutsche Redaktionen selten.von Lea Freist und Anna Ullrich
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    Audio | Krisenberichterstattung

    #nr15 Spezial Krieg im Kopf (13. August 2015)

    krisenreporter

    Wer Gewalt, Tod und Elend miterlebt, bleibt seelisch oft nicht unversehrt. Reporter, die aus Krisengebieten berichten, erleben Schreckliches und müssen sehen, wie sie seelisch wieder ins Lot kommen. Für den Umgang mit traumatischen Situationen gibt es kein Patentrezept – jeder Journalist verarbeitet anders. Trotzdem gibt es Strategien, durch die Krisenreporter in Zusammenarbeit mit ihren Redaktionen in Deutschland vor, während und nach dem Einsatz besser mit schrecklichen Eindrücken klarkommen können. Christoph Maria Fröhder und Wolfgang Bauer erzählen, wie gründliche Vorbereitung, eine analytische Perspektive und ein bisschen Aberglaube dabei helfen.Weiter

    Personal Branding | Video

    #nr15 Spezial Notwendige Selbstvermarktung oder Personenkult? (11. August 2015)

    Screenshot: Zeitverlag

    Eigentlich geht es im Journalismus um gute Geschichten. Die gilt es zu verkaufen. Neueste Kampagnen großer Verlage werben nun aber mit den großen Namen unter den Artikeln. Die Journalisten selbst stehen plötzlich im Vordergrund und erzählen in Werbespots der Zeit oder der Bild am Sonntag, was ihr jeweiliges Medium am besten kann. Auch freie Journalisten versuchen, sich als Marke zu etablieren, um sich im hart umkämpften Markt besser behaupten zu können. Benjamin Breitegger, Max Ginter und Florian Steinkröger haben für Message Online mit Experten gesprochen und um eine Einordnung des Trends gebeten. Neue Egomanie oder eine gute Methode, um Aufmerksamkeit für Journalismus zu schaffen?Weiter

    Fernsehen

    #nr15 Spezial Die vermeintliche Wahrheit (10. August 2015)

    Ständig droht Gefahr / Screenshot: Fox News

    Nachrichtensender sollen das Weltgeschehen dokumentieren. Das ist die Aufgabe von TV-Sendern wie CNN, BBC, N24, ntv et cetera. Neutral-nachrichtlich versteht sich. Doch die News-Sender bieten auch viel Raum für tendenziösen, meinungsbildenden Journalismus oder sogar Manipulation. „Sehr erfolgreich machen das Medienunternehmen wie der Staatssender Russia Today oder Fox News in Amerika. Beides sind Propagandafabriken“, sagte Jason Stanley, Professor für Philosophie an der Yale University, in einem Interview mit der Zeit. Genau dafür stehen Russia Today und Fox News immer wieder in der Kritik. In einem einwöchigen Experiment haben Julia Dziuba und Thilo Hopert die Berichterstattung beider Sender genau unter die Lupe genommen. Sieben Tage haben sie Nachrichten nur über diese beiden Kanäle konsumiert und die restlichen Medien der Welt ausgeblendet.von Julia Dziuba und Thilo Hopert
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    Satire

    Bergführer am Bullshit Mountain (6. August 2015)

    Stewart am Fuße des Bullshit Mountain.  / Screenshot: Comedy Central

    Stewart am Fuße des Bullshit Mountain. / Screenshot: Comedy Central

    Die „Daily Show with Jon Stewart“ ist ab morgen Geschichte. Nach 16 Jahren tritt ihr Namensgeber freiwillig ab. In dieser Zeit machte Stewart aus der Satiresendung ein ernstzunehmendes Politikformat und schuf ganz nebenbei ein neues Genre.

    von Malte Werner

    Wenn am Donnerstagabend die Kameras im Studio an der Ecke 52. Straße und 11. Avenue im New Yorker Viertel Hell’s Kitchen ausgeschaltet werden, geht eine Ära amerikanischer Fernsehgeschichte zu Ende. Der schmucklose Flachbau mit der Hausnummer 733 und der markanten blauen Markise war bis dato die mediale Heimat von Jon Stewart und seiner „Daily Show“. Die als Nachrichtensatire konzipierte Sendung schaffte es in den vergangenen 16 Jahren, zu einer ernstzunehmenden Quelle politischer Information zu werden und ein ganzes Genre neu zu definieren.

    Damit ist am Freitag Schluss. Während Stewarts Fans, die für Tickets zu seiner Show schon Stunden vor Beginn der Aufzeichnung vor dem Studio Schlange standen, den Abgang des 52 Jahre alten Moderators betrauern, dürften einige Blocks weiter östlich die Sektkorken knallen – im Hauptquartier von Fox News, Stewarts Antipode.

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    Interview

    #nr15 Spezial „Ich wehre mich mit meiner Satire“ (31. Juli 2015)

    Im Interview sprechen die beiden Satiriker Tim Wolff und Dan Geddes darüber, ob Satire wirklich alles darf

    Die Frage nach dem richtigen Umgang mit dem Attentat auf die Redaktion von Charlie Hebdo spaltete die internationalen Medien. Während viele deutsche Medien die Karrikaturen der ermordeten Kollegen aus Solidarität veröffentlichten, hielten sich in den USA Leitmedien wie die New York Times zurück. Die dpa nannte die Veröffentlichung der Bilder „normales Nachrichtengeschäft“, von Reuters wurden sie hingegen zensiert oder entfernt. Ein Gespräch mit den beiden Satire-Autoren Tim Wolff (Titanic) und Dan Geddes (thesatirist.com/USA) über kulturelle Unterschiede des Parodierens.

    Ein Interview von Florian Steinkröger

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