„In Krisenzeiten eigentlich immer am besten“ (28. September 2020)

tretbar

Seit mehr als einem halben Jahr beherrscht Corona die mediale Agenda. Aber auch die Produktion von Medien hat sich infolge der Krise radikal verändert. Ohne Abstriche an Aktualität und Vollständigkeit machen zu wollen, mussten Journalisten zum eigenen Schutz ins Homeoffice mit all seinen Einschränkungen ausweichen. Wie diese Herausforderung beim Tagesspiegel in Berlin gemanagt wurde, darüber sprach Message-Herausgeber Volker Lilienthal mit Christian Tretbar, Mitglied der Chefredaktion.

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„Erst Mensch, dann Journalist“ – Emotionale Belastungen im Journalismus (10. Dezember 2018)

Kriegs- und Krisenreporter begeben sich rund um den Globus in gefährliche Situationen, um darüber journalistisch zu berichten. In Ländern wie Afghanistan, Irak, Somalia oder Syrien ist es für Journalisten oftmals nur ein schmaler Grat zwischen Tod und Überleben. „Keine Geschichte ist es wert, dass ich dafür mein eigenes Leben auf das Spiel setze“, betonte der Reporter Enno Heidtmann zum Auftakt einer Fachtagung am 9./10. November in Hamburg. Heidtmann ist Vorsitzender des Vereins für journalistische Aufklärung in der Krisen- und Kriegsberichterstattung (VjAKK), der die Tagung zusammen mit dem Alumni-Verein der Hamburger Journalistik ProJournal e.V. ausgerichtet hatte.

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Raunen statt Recherche (27. Februar 2018)

Schon die Schlagzeile war die Unterstellung, diese Partei sei eine von Wiederholungstätern: „Neue Schmutzkampagne bei der SPD!“ Und dann weiter: „Es geht um brisante Mails, den Juso-Chef und einen Mann namens Juri“. Bild stieg darauf ein, wertete angebliche Mails aus und ließ sogar den getarnten Informanten in die eigene Redaktion. Am Ende kam heraus: Ein satirischer Fake war das, Aktionskunst aus dem Haus Titanic. Das reichweitenstarke Newsportal T-Online bat Message-Herausgeber Volker Lilienthal um eine Einordnung des Falls. Sein Gastbeitrag löste auf Twitter ein lebhaftes, hauptsächlich zustimmendes Echo aus. Message veröffentlicht nun eine aktualisierte und leicht erweiterte Fassung. Darin geht der Autor auch auf die immer wieder beliebte Frage ein: Was darf Satire?

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Ringvorlesung "Lügenpresse"

„Medienkritik als politischer Breitensport“ (1. August 2017)

Der Kampfbegriff „Lügenpresse“ markiert seit einigen Jahren das Extrem eines Vertrauensverlusts, dem der Journalismus in Deutschland schleichend schon länger unterliegt. Den Medien wird von vielen nicht mehr zugetraut, die Bürger wahrheitsgetreu zu informieren. Sie stehen in Verdacht, heikle Informationen, z.B. über Moslems und Flüchtlinge, zu unterschlagen. Den Journalisten wird unterstellt, willfährige Sprachrohre der Regierenden zu sein. Manipulation und politische Kampagne sind weitere Reizworte.

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Korruption im Journalismus? (24. Juli 2017)

Wie verbreitet ist Korruption im Journalismus? Wissenschaftliche Erkenntnisse über Verführer und Verführte, über Bestechung und Bestechlichkeit sind rar, fängt die Forschung doch gerade erst an, sich des Problems anzunehmen. Message-Herausgeber Volker Lilienthal versucht einen Problemaufriss. Auf Einladung von Transparency Deutschland sprach er am 26. Januar 2017 in der Handelskammer Hamburg

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Normative Ausgrenzung (11. Juli 2016)

„Animationsarbeit“ – ist das der neue (Nicht-) Journalismus? Hans-Jürgen Arlt und Wolfgang Storz wollen dergleichen streng vom eigentlichen Journalismus unterschieden wissen. Message-Herausgeber Volker Lilienthal widerspricht.

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Fragile Verträglichkeit – Facebook, Google & Co fördern und kolonisieren den Journalismus (14. März 2016)

Milliardenschwere Internetkonzerne wie Google, Facebook oder Apple drängen auf den Journalismusmarkt. Ihre Offerten zur Kooperation treffen auf kriselnde traditionelle Medienhäuser, die kaum eine Alternative haben als Ja zu sagen. Das lpr-forum-medienzukunft am 10. März 2016 in Frankfurt ging deshalb der Frage nach: „Rettet Silicon Valley den Journalismus?”. Message-Herausgeber Volker Lilienthal warnte in seiner Keynote vor übersteigerten Erwartungen. Der Journalismus werde von den Web-Techs aus Kalifornien „kolonisiert“, seine Vorteile aus der digitalen Kollaboration mit den marktbeherrschenden Internet-Multis seien bislang marginal. Message dokumentiert die Frankfurter Rede von Volker Lilienthal, Inhaber der Rudolf-Augstein-Stiftungsprofessur für Praxis des Qualitätsjournalismus an der Universität Hamburg.

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Defizite, Chancen, Herausforderungen (Video) (7. Dezember 2015)

Bei der Anschlussdiskussion zur Keynote von Christian Jakubetz diskutierten Dirk von Gehlen (sueddeutsche.de), Barbara Hans (Spiegel Online), Christian Jakubetz (Journalist, Blogger, Medienberater), Christiane Krogmann (tagesschau.de) und Dr. Jan-Hinrik Schmidt (Hans-Bredow-Institut) Defizite, Chancen und Herausforderungen des Digitalen Journalismus

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Kampfbegriff oder brauchbares Leitbild? (6. Juli 2015)

Verbirgt sich hinter dem Begriff „Qualitätsjournalismus“ ein einzulösendes Versprechen oder nur eine Floskel, ein Verkaufsargument? von Maximilian Ginter/IJK Jürgen Kaube, Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, sieht den Qualitätsjournalismus nicht unter Druck. Allerdings gebe es eine ökonomische Zeitungskrise. Ohne Geld und ohne Zeit könne kein guter Journalismus entstehen. Und überhaupt würden alle Berufsgruppen unter Misstrauen leiden, […]

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