Finanzierung | Forschung

Ein Spotify für Journalismus? (25. Mai 2020)

Buschow und Wellbrock: Autoren der Studie „Money for nothing and content for free?“

Journalismus funktioniert nicht nach den üblichen Regeln des Marktes. Eine wachsende Nachfrage – wie aktuell in der Corona-Krise – führt nicht unbedingt zu höheren Einnahmen der Medienhäuser. Und so denken Verlage trotz steigender Klick- bzw. Verkaufszahlen und Rekordzuwächsen bei den Abonnenten über Kurzarbeit nach. Neue Geschäftsmodelle müssen her. Könnten Spotify, Netflix und andere Streamingdienste dabei ein Vorbild für den Journalismus sein?

von Pauline Tillmann

Christian Wellbrock will nichts weniger als „dazu beitragen den digitalen Journalismus zu retten“. Der Professor für Medienmanagement an der Universität Köln hat deshalb gemeinsam mit seinem Fachkollegen Christopher Buschow von der Bauhaus-Universität Weimar die Studie „Money for nothing and content for free?“ veröffentlicht. Die Studie, für die mehr als 6.000 Menschen befragt wurden, sei extra so angelegt, dass konkrete Handlungsempfehlungen ausgesprochen und damit dezidiert sowohl Verlage als auch Medien-Startups adressiert werden, sagt Wellbrock. Seine wichtigste Erkenntnis: „Die Nutzer wünschen sich ein anbieterübergreifendes Angebot mit einer Flatrate wie sie das von Spotify und Netflix gewohnt sind.“ (mehr …)

Ausland | Finanzierung

Trial and Error (16. September 2015)

Meine Fehleinschätzung in puncto Paywall

von Pauline Tillmann

Ich dachte, wir wären schon weiter. Ich dachte, die Zeit sei reif für Paid Content. Die Menschen seien bereit, für exklusive Inhalte im Netz zu bezahlen. Tatsächlich gibt es unterschiedliche Untersuchungen, die belegen, dass dem so ist. Die grundsätzliche Bereitschaft wächst. Aber das heißt nicht, dass eine Bezahlschranke automatisch funktioniert. Bei unserem digitalen Magazin Deine Korrespondentin, mit dem wir die Sichtbarkeit von Frauen erhöhen wollen, haben wir Anfang August 2015 eine Bezahlschranke errichtet. Einige sagen neuerdings auch „Paygate“, damit es nicht nach verschlossener Tür, sondern nach offenem Tor klingt. Egal wie man es nennt, es ist eine Barriere, die man überwinden muss. (mehr …)