Innovation | Interview

„Journalisten müssen den Markt im Kopf haben“ (8. Juni 2017)

Christian Fahrenbach war 2014 der erste Deutsche im „Entrepreneurial Journalism“-Programm an der City University New York. Seither hat ihn die Stadt nicht mehr losgelassen. Er beobachtet die journalistische Start-up-Szene vor Ort. Im Interview spricht der freie Journalist über Trends in den USA, Unterschiede zu Deutschland und sein neues Projekt.

Christian Fahrenbach, du hast ein Programm für journalistische Gründer in New York durchlaufen. Inwiefern, findest du, sollten Journalisten unternehmerisch denken?

Journalisten sollten definitiv den Markt im Kopf haben und sich fragen: Was wollen die Leser eigentlich? Wissen sie wirklich, was die Troika oder der US-Kongress sind? Journalisten schreiben zu oft als Experten für Experten. Dadurch gehen ihnen viele Leserschichten verloren. Unternehmen in anderen Branchen haben schon viel mehr über die Bedürfnisse ihrer Kunden herausgefunden. Damit fangen Medienunternehmen jetzt erst an. So gibt es in vielen Newsrooms nun einen Monitor, der die Leserzahlen und sonstigen Aktivitäten auf der eigenen Nachrichtenseite anzeigt. So bekommen Journalisten ein Live-Feedback zu ihrer Arbeit. (mehr …)

#nr15 Spezial | Interview | JournalistINNEN

Journalismus von Frauen über Frauen für alle (14. August 2015)

Früher ARD-Korrespondentin, heute „Deine Korrespondentin“ – Pauline Tillmann hat ihren Posten als freie Reporterin in St. Petersburg verlassen, um in Deutschland ein eigenes Medium zu gründen. Mit ihrem digitalen Magazin wollen Tillmann und ihr Journalistinnen-Team Geschichten von Frauen aus aller Welt erzählen. Aber auch die Korrespondentinnen selbst werden hier sichtbar. (mehr …)

#nr15 Spezial | Interview

„Ich wehre mich mit meiner Satire“ (31. Juli 2015)

Im Interview sprechen die beiden Satiriker Tim Wolff und Dan Geddes darüber, ob Satire wirklich alles darf

Die Frage nach dem richtigen Umgang mit dem Attentat auf die Redaktion von Charlie Hebdo spaltete die internationalen Medien. Während viele deutsche Medien die Karrikaturen der ermordeten Kollegen aus Solidarität veröffentlichten, hielten sich in den USA Leitmedien wie die New York Times zurück. Die dpa nannte die Veröffentlichung der Bilder „normales Nachrichtengeschäft“, von Reuters wurden sie hingegen zensiert oder entfernt. Ein Gespräch mit den beiden Satire-Autoren Tim Wolff (Titanic) und Dan Geddes (thesatirist.com/USA) über kulturelle Unterschiede des Parodierens.

Ein Interview von Florian Steinkröger

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#nr15 Spezial | Interview | Krisenberichterstattung

Das eigene Trauma (7. Juli 2015)

Trauma als Tabu? Die Psychotherapeutin Fee Rojas coacht Journalisten zum Thema „Umgang mit extremen Belastungssituationen“. Im Interview mit Message erklärt sie, warum es immer noch eine große Hemmschwelle unter Journalisten gibt, auf die eigene Betroffenheit zu schauen und warnt Journalisten vor einer Sekundär-Traumatisierung.

Ein Interview von Lea Freist (mehr …)