Change-Management
Mehr Mitspracherecht

Besser ist es, nicht alles vorzuschreiben, sondern die Redaktion möglichst viel selbst machen und entscheiden zu lassen. So versucht die Neue Westfälische, notwendigen Wandel herbeizuführen.

von Carsten Heil

Bei der Neuen Westfälischen in Bielefeld wird so oft wie möglich die Redaktion beauftragt, den Change selbst zu managen. Und das nicht als führungstechnisches Feigenblatt. Die Vorschläge werden weitestgehend in die Tat umgesetzt. So wurde jüngst ein zentraler Newsroom eingeführt und im nächsten Schritt ein Regio-Desk. Das dauerte in der Planungsphase zwar etwas länger, ist aber von allen Kollegen positiv begleitet worden, deshalb letztlich schneller umgesetzt und nachhaltiger. Einzelboxen für Reporter und Redakteure waren gestern. Auch halbherzige Redaktionskonzepte bringen die Printjournalisten, die schon längst keine reinen Tageszeitungsjournalisten mehr sind, nicht voran. Das ist keine neue Erkenntnis. Stimmt: Auf die knackige Aufmacheridee kommt der Blattmacher und auch der Onliner nicht im stillen Kämmerlein, der Spin einer Geschichte fällt dem Reporter meist nicht in der Einsamkeit ein.

Bessere journalistische Produkte entstehen im Austausch, notfalls im kollegialen Streit. Je mehr Kollegen mitreden, desto besser. Ein Verbesserungsvorschlag ist keine Majestätsbeleidigung, auch nicht, wenn der Chefredakteur verbessert wird.

Die Informationsquellen für Redakteure sind so zahlreich geworden, dass einer allein die vielen Stränge gar nicht mehr beobachten und bewerten kann. Und in welchen Ausgabekanal speist er welche Information wie ein?

Berater, Verlagsmanager und oft auch Chefredaktionen preisen seit gut zehn Jahren den Newsdesk oder den Newsroom als große Lösung für diese Herausforderungen, vor denen auch die Neue Westfälische (NW) in Bielefeld stand und steht. […]

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