Change-Management
»Besser arbeiten«

Mit rationaler Arbeitsorganisation und publizistischer Ambition können regionale Blattmacher auf die Zeitungskrise reagieren. Das Main-Echo aus Aschaffenburg zeigt, wie es gehen kann.

von Claus Morhart

Das Wort klingt positiv, fast esoterisch: Das Aschaffenburger Main-Echo hatte bis vor einigen Monaten »ganzheitlich« arbeitende Redaktionen. Den Alltag dort fanden die Kollegen aber vor allem nervenaufreibend.

Was war da nicht alles in einem typischen Vierer-Lokalteam in einer unserer Kleinstädte am Main täglich zu erledigen: Mailflut kanalisieren, Telefonate entgegennehmen (auch mal solche, die eigentlich für den Vertrieb gedacht waren), Mitarbeiter für Wochenendtermine einteilen, schlechte Manuskripte von Vereinspressewarten redigieren, Seiten bauen und dazwischen den Kommentar zur Stadtratssitzung schreiben, weil der Chefredakteur ja mehr Meinungsbeiträge im Blatt haben will.

Heute, im Spätsommer 2013, arbeiten wir besser. »Besser arbeiten« – so haben wir die Redaktionsreform genannt. Wir haben nun größere Redaktionen mit einer klaren Arbeitsteilung: Blattmacher planen, schreibende Redakteure konzentrieren sich auf Recherche, auf Kontakte mit den Menschen und auf ihre Texte, produzierende Redakteure sorgen für attraktivere Seiten, Assistentinnen übernehmen viel Organisationsarbeit. Dank dieser neuen Struktur bieten wir den Lesern ein zugkräftigeres Blatt. Der Weg dorthin war lang und ist noch nicht zu Ende. Der Entschluss, ihn zu gehen, fiel 2011 eher beiläufig. Es gab keinen großen Krisengipfel von Geschäftsleitung und Chefredaktion. Die Zeitung hatte sich in den Jahren davor inhaltlich ordentlich entwickelt, hatte Regionales in den Mantel geholt, wirkte frischer und bunter, war durch eine Layout- und Blattstruktur-Reform im Jahr 2008 übersichtlicher und attraktiver geworden. […]

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